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Meine Top 6 Filme 2014 – Ein Beitrag von mertyr

2014

2014 war ein stressiges Jahr. Zumindest für mich. Da mich die Uni gerade in der ersten Jahreshälfte ziemlich auf Trap hielt konnte ich viele der frühen Sommerblockbuster leider nicht im Kino sehen (darunter unter anderem Godzilla, X-Men, Spiderman 2 u.a.). Zum Glück konnte ich in der 2ten Jahreshälfte wieder einiges aufholen, so dass ich mit guten Gewissens eine Top 6 der Filme erstellen kann, die mir dieses Jahr am besten gefallen haben. Ich habe natürlich nicht alle Filme gesehen, weshalb diese Top 6 (wie eigentlich alle Top-Listen die es im Internet gibt) sehr objektiv ist und natürlich nur Filme beinhalten kann, die ich auch tatsächlich gesehen habe.

 

 

 

6.The Hobbit: The Battle of the Five Armies

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Bevor ich anfange etwas über den letzten Teil der Hobbit Triologie zu schreiben muss ich zunächst mal etwas vorwegstellen: Ich bin nicht der Meinung, dass der letzte Hobbit Teil ein schlechter Film ist! Ich bin aber eher enttäuscht von ihm und werde nun hauptsächlich schreiben, warum das so ist. Das kann aber den Eindruck erwecken, dass ich dem Film negativer gegenüberstehe als ich es letztendlich tue. Deshalb nochmal: Hobbit: The Battle of the Five Armies ist ein sehr unterhaltsamer Film und deutlich besser als vieles anderes Zeug, dass dieses Jahr im Kino lief! David hat kurz vor Kinostart hier einen Eintrag gepostet der auch mein Verhältnis zu Herr der Ringe/Hobbit ziemlich gut zusammenfasst. Auch ich verbinde Herr der Ringe mit der Weihnachtszeit, weil ich mir von meinen Eltern immer die Extended Versionen hab schenken lassen. Und dennoch fühlt sich dieser Film für mich nicht wie ein würdiges Ende an. Irgendwie fehlt es mir an Pathos. Der ganze Film wirkt nicht wie der Abschluss einer Reise ( was er, das muss man fairerweise sagen, als Prequel eigentlich auch nicht sein muss). Nach dem Film hab ich eher das Gefühl ,dass ich jetzt wissen will, wie es all den Charakteren, die ich über 3 Filme kennengelernt habe, nun während den Ereignissen von Herr der Ringe ergeht. Ich hab mich in den letzten Tagen mit mehreren Leuten über den Film unterhalten und viele scheinen ihn für besser befunden zu haben als ich es tue. Vielleicht liegt es daran, dass ich die Schlachten bei Herr der Ringe schon nicht besonders mochte und der Film eine einzige große Schlacht war, aber mir fehlte bei dem Film zu viel um ihn als wirklich großartig zu bezeichnen.

 

 

5.Captain America: Winter Soldier

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Eigentlich sollte diese Liste nur 5 Titel beinhalten und Der Hobbit sollte auf dem 5ten Platz stehen. Dann ist mir aber noch eingefallen, dass der 2te Captain America auch dieses Jahr herauskam. Für Marvel war wohl auch dieses Jahr wieder ein erfolgreiches. Marvel Studio Filme haben sich mittlerweile als sichere Einnahmequellen, was sie aufgrund ihrer konstant hohen Qualität, meiner Meinung nach , auch verdient haben. Winter Soldier hält sich dabei an die modernen Captain America Comics und ist eher Spionagethriller als Action Film und das tut dem Film auch gut. Ich bin generell großer Captain America Fan und fand auch den ersten Teil schon sehr gut, aber der 2te topt ohne Probleme nochmal den ersten. Generell, wie alle post-Avengers Marvel Filme (Guardians of the Galaxy mal ausgenommen), ein bisschen dunkler als seine Vorgänger und mit einer Entwicklung, die das Marvel Cinematic Universe noch länger beschäftigen wird (und die sehr unterschätzte Agents of S.H.I.E.L.D. TV Serie schon ordentlich durcheinander gewirbelt hat). Meiner Meinung nach handelt es sich hier um den besten der Marvel Phase 2 Filme (auch hier ist Guardians of the Galaxy wieder ausgeschlossen).

 

 

4. Interstellar

Interstellar

Interstellar ist wohl der am meisten diskutierte Film dieses Jahr. Anders als bei Nolans ähnlich diskutiertem Film Inception gehen die Meinungen hier mehr auseinander. Meiner Meinung nach liegt das daran, dass es sich hierbei um einen reinen Science Fiction Film handelt , der Name Christopher Nolan aber auch Leute ins Kino zog, die eher weniger Kontakt mit dem Genre in den letzten paar Jahren hatten. Der Film findet eher Anleihen bei 2001: A Space Odysee als bei Sci-Fi Leichtgewichten wie Star Wars oder die neuen Star Trek Filme und so fanden viele den Film etwas langatmig. Ich hab ihn mir von 1 Uhr bis 3 Uhr nachts im Kino angesehen und bin nicht eingeschlafen. Und das, obwohl ich normalerweise immer einschlafe, sobald ich nach Mitternacht noch irgendeinen Film schauen will. Das sollte dafür sprechen, wie sehr mich der Film fesseln konnte. Nun muss ich zugeben, dass mich das Thema an sich schon sehr leicht begeistern kann. Ich bin ein großer Fan von der Entdeckung neuer Planeten und fremder Welten, auf denen physikalische und biologische Gesetze, die wir für selbstverständlich betrachten, einfach nicht gelten. Das ist auch mein einziger Kritikpunkt: Die Welten, die wir dann letztendlich zu sehen bekamen sprudelten nicht gerade von Kreativität (und ja, ich weiß, dass von Menschen bewohnbare Planeten sich wahrscheinlich nicht sehr von unserer Erde unterscheiden werden). Ich bin nicht besonders heiß darauf mir den Film nochmal anzusehen. Er läuft definitiv nicht unter leichte Unterhaltung. Aber ich bin froh ihn gesehen zu haben, vor allem im Kino, wo die Cinematographie deutlich besser zur Geltung kommt.

 

 

3. Fury

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Fury hab ich mir eigentlich nur so zufällig angeschaut. Und ich bin verdammt froh, dass ich es getan habe. Fury ist ein verdammt starker Film mit großartigen Charakteren, der selbst bei einer Lauflänge von 3 Stunden nie wirklich langweilig wird. Der Regisseur David Ayer hat sich wohl auf das drehen solcher Action-Buddy Filme (blöder Name eigentlich, beschreibt den Film aber perfekt) spezialisiert. Leider hatte ich mich vor dem Film noch überhaupt nicht mit seinen Werken auseinandergesetzt, aber ich hab mir nach diesem Film geschworen das zu ändern. Auch wenn viele von Kriegsfilmen mittlerweile übersättigt sind, kann ich diesen Film trotzdem nur wärmstens empfehlen.

 

 

2. Guardians of the Galaxy

Guardians of the Galaxy

Da ich Guardians mein in diesem Jahr leider einziges Review gewidmet habe, halte ich mich hier Recht kurz. Guardians ist ein großartiger Film, bei dem die Macher viel riskiert, aber auch alles richtig gemacht haben. Ein Sommerblockbuster wie er im Buche steht und wäre auch fast mein Film des Jahres geworden, hätte es da Anfang des Jahres nicht einen Film gegeben, mit dem ich nicht gerechnet hatte.

 

 

1. The Lego Movie

Lego Movie

Ja, der Lego Film. Wer den Film nicht gesehen hat oder noch gar nichts weiter dazu gehört hat, wird diese Entscheidung wahrscheinlich etwas seltsam finden. Und ich kann diese Leute verstehen. Ich hatte diesen Film auch so nicht auf dem Schirm und bin nur ins Kino aufgrund einer Empfehlung eines YouTube Filmkritikers. Das Problem mit dem Lego Film ist aber auch, dass ich, um zu beschreiben warum er so großartig ist, ich leider auch sehr viel spoilern müsste. Nun ist aber das entdecken der unglaublichen Kreativität, die in diesem Film steckt ein Teil dessen, was diesen Film so großartig macht. Lasst mich einfach nur sagen, dass jeder, der in seiner Kindheit mit Lego gespielt hat diesen Film lieben wird. Die Macher haben perfekt verstanden, worum es beim Spielen mit Legosteinen geht. Der Film strotzt nur so von Kreativität, Herz und richtig gutem Humor (so ist die Darstellung von Batman in diesem Film eine perfekte Satire auf die Darstellung von Batman in den letzten paar Jahren). Ich bin nach dem Film auf jeden Fall mit einem breiten Grinsen aus dem Kinosaal gegangen. Und mehr kann man sich von einem solchen Film eigentlich nicht wünschen.

 

 

Abschließend bleibt zu sagen, dass das Kinojahr eher ruhig verlief. Es wirkte wie noch einmal durchatmen vor dem Hammer-Kinojahr 2015. Aber so konnten auch Filme glänzen, die sonst wahrscheinlich untergegangen wären. Ich hoffe, dass ich in 2015 etwas mehr Zeit finde, um zu den ganzen Filmen, die uns nächstes Jahr erwarten auch Reviews zu schreiben. Auf jeden Fall wünsche ich allen einen guten Rutsch und einen guten Start in 2015.

Guardians of the Galaxy – Ein Review von mertyr

 

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Titel: Guardians of the Galaxy (121 min.)

Regie: James Gunn

Genre: Action, Comic

Cast: Chriss Pratt, Zoe Saldana, Dave Bautista, Lee Peace, Karen Gillian, Vin Diesel, Bradley Cooper

Story:

Peter Quill (Chris Pratt), der als Kind in den Achtzigerjahren von der Erde entführt wurde, hält sich für den größten Outlaw der Galaxie und nennt sich hochtrabend Star-Lord. Doch nachdem er eine geheimnisvolle Kugel gestohlen hat, steckt er plötzlich so richtig im Schlamassel, wird er das Opfer einer unerbittlichen Kopfgeldjagd. Ronan the Accuser (Lee Pace) hat es auf das Artefakt abgesehen und nichts Gutes damit im Sinn – die Ziele des mächtigen Bösewichts bedrohen die Sicherheit des Universums! Um dem hartnäckigen Ronan und seinen Schergen zu entgehen, ist Quill gezwungen, einen nicht gerade einfach einzuhaltenden Waffenstillstand mit einem Quartett von ungleichen Außenseitern einzugehen. Dazu gehören der waffenliebende Waschbär Rocket (gesprochen von Bradley Cooper), der Baummensch Groot (Stimme: Vin Diesel), die tödliche und rätselhafte Gamora (Zoe Saldana) und der rachsüchtige Drax the Destroyer (Dave Bautista). Als Peter dann die wahre, gefährliche Macht der Kugel kennenlernt, muss er sein Bestes geben, um die zusammengewürfelten Rivalen für einen letzten, verzweifelten Widerstand zu vereinen. Er muss eine Helden-Truppe aus ihnen machen, denn das Schicksal der Galaxie steht auf dem Spiel.

 

Für Leute, die wissen wollen, was meine beiden Kollegen von dem Film halten, oder lieber hören als lesen wollen gibt es hier noch einen Podcast zum Film

 

Review

Das Marvel Cinematic Universe ist für mich das, was für andere “Star Wars” oder “Herr der Ringe” ist. Seit der Post Credit Szene aus dem ersten “Iron Man” Film bin ich Fan und fieberte jedem neuen Film und jeder neuen Ankündigung entgegen. Spätestens seit der Ankündigung, dass Joss Whedon, dank “Buffy”, “Angel” und “Firefly” einer meiner Lieblingsregiesseure, bei dem Mamutprojekt “Avengers” Regie übernehmen soll, gab es für mich kein Halten mehr. Zum Glück wurde “Avengers” dann auch zu einem sehr guten Film und wurde auch verdient zum dritt-erfolgreichsten Film aller Zeiten. Marvel zählte spätestens dann zu einem der Giganten in der Filmbranche.

Nun befinden wir uns in der Post-“Avengers” Zeit; von Marvel selbst als Phase 2 bezeichnet. Und mit Fortsetzungen zu “Iron Man”, “Thor” und “Captain America” ist Marvel die Sache bis jetzt eher sicher angegangen. Aber den großen Hammer hat sich Marvel für den Schluss aufgehoben. Bevor nächstes Jahr “Avengers 2″ in die Kinos kommt, serviert uns Marvel diesen Sommer ihren wahrscheinlich riskantesten Blockbuster “Guardians of the Galaxy”. Nun lässt sich streiten, ob das ganze Marvel Cinematic Universe nicht ein riskanteres Unterfangen war als dieser Film. (Wir erinnern uns: Als Marvel beschloss selbst Filme zu produzieren hatten sie die Rechte an den meisten ihrer großen Figuren bereits an andere Filmstudios verkauft und mussten sich so mit relativ “unbekannten” Figuren aus ihrer Heldenriege arbeiten). Aber auch dieser Film barg sehr viele Gefahren in sich. Würden die Zuschauer einen Film akzeptieren, der nicht nur von einem bisher unbekannten Superhelden handelt, sondern gleich von einer ganzen Gruppe? Noch dazu im galaktischen Universum von Marvel, einem Setting, das schon bei den Comicverkaufszahlen den Abenteuern der “Erdsuperhelden” hinterherhinkt? Aber Marvel stand zu 100% hinter ihrem Quellenmaterial und wie die Einspielergebnisse aus den USA zeigen (wo der Film einen Monat früher als hier startete) wohl zurecht.

“Guardians of the Galaxy” ist ein typischer Sommerblockbuster, da braucht man sich gar nichts vor zu machen. Es gibt viel Action, coole Sprüche, Humor und eine Prise Romantik. Das Rad erfindet der Film hierbei nicht neu. Muss er aber auch nicht, denn die 2 Stunden die hier präsentiert werden bieten Unterhaltung von Anfang bis Ende. Die Hauptunterhaltung besteht natürlich aus der Interaktion der zusammengewürfelten Gruppe an Superhelden. Leider bleiben diese aber Recht eindimensional. Hier merkt man, dass 2 Stunden nicht wirklich genug Zeit ist, um mehrschichtige Helden und Bösewichte aufzubauen. Nicht umsonst hat “Avengers” damals die Vorgeschichte der einzelnen Helden auf die jeweiligen Filme davor ausgelagert. Jeder der 5 Guardians bekommt einen simplen Motivationsgrund für sein Handeln und viel mehr Hintergrund gibt es nicht. Einizg Starlords Hintergrundgeschichte wird etwas näher beleuchtet, aber auch hier wirft der Film mehr Fragen auf, als er beantwortet. Die Bösewichte hat die Laufzeitbegrenzung sogar noch schwerer getroffen. Ronan the Accuser bleibt relativ farblos. Seine Kree Abstamung wird überhaupt nicht aufgegriffen; wahrscheinlich hebt sie Marvel die Einführung der Kree als Rasse für einen späteren Film auf. Zwar wird im späteren Verlauf des Films die Verbindung zwischen Gamora und Nebula aufgegriffen, leider bleibt auch diese aber eher uninteressant und wird nicht wirklich vertieft. Thanos bleibt eher im Hintergrund und wird wahrscheinlich weiterhin für einen späteren Film aufgespart. Immerhin bekommt er diesmal eine Sprechrolle. Auch die Infinity Steine spielen hier wieder eine wichtige Rolle und deuten darauf hin, wo man nach “Avengers 2″ wohl storytechnisch hin will.

Dass Marvel gute Actionszenen produzieren kann, sollte mittlerweile jedem bewusst sein. Auch in Guardians fühlen sich die Actionszenen, Gott sei dank, sehr natürlich an. Man hat nie das Gefühl , dass da jetzt nur eine Actionszene kommt, weil man Angst hatte, dass die Zuschauer sonst einschlafen, wie es bei den “Transformer” Filmen oder anderen Sommer Blockbustern öfter mal der Fall ist.Das galaktische Setting tut dem Film dabei tatsächlich sehr gut. Während die anderen “Phase 2″ Filme etwas Probleme hatten “Avengers” Actionmäßig noch zu übertreffen, erlaubt das Setting hier eine genügende Distanzierung um nicht ständig dem Vergleich mit “Avengers” zu erliegen. Viel Humor entsteht auch aus dem brechen mit Klischees. Oder besser, mit einem brechen von, für Actionfilme, klischeehaften Szenen. Das sorgt zwar durchaus für Lacher im Kinosaal, wenn man aber, so wie ich, auf die klischeehaften, pseudoheroischen Szenen in Actionfilmen steht, fühlt man sich derer doch beraubt.

Die Schauspieler liefern allesamt eine gute Leistung ab. Auch hier muss man mal wieder das hervorragende Casting der Marvelstudios loben. Keine Rolle wirkt falsch besetzt, oder nur so besetzt, dass man einen namenhaften Star aufs Plakat schreiben kann. Chris Pratt sehen wir hier wohl bei seinem großen Durchbruch zu. Zumindest würde es mich nicht wundern, wenn wir ihn in Zukunft öfter in Hauptrollen sehren würden. Zoe Saldana übernimmt nach Uhura in “Star Trek” die nächste Geekrolle und liefert ebenfalls gute Leistung ab. Dave Bautista macht genau das, was er soll, nämlich stark und bedrohlich aussehen und Bradley Cooper und Vin Diesel geben auch passende Stimmen ab. Der einzige Wermutstropfen bei den Schauspielern für mich ist Karen Gillian als Nebula. Als eingeschworenen “Doctor Who” Fan ist es für mich schade zu sehen, wie, nach Christopher Eccleston in “Thor 2″, bereits der nächste Schauspieler aus meiner Lieblingsserie in eine nicht gerade überwältigenden Rolle zu sehen. Großes Lob muss man allerdings an Benicio Del Toro und Glenn Close aussprechen, die, trotz ihrer großen Schauspielkarrieren, sich nicht zu schade sind auch eine kleine Rolle in diesem Film zu übernehmen.

 

Fazit

“Guardians of the Galaxy” macht nur das, was es machen muss und dafür aber richtig. Man merkt, dass es sich hierbei um einen Setup Film handelt, der auf einen zweiten Teil und auf das unausweichliche Crossover mit “Avengers” hinarbeitet. Es ist kein lebensveränderntes Meisterwerk, aber ein Film, der 2 Stunden wunderbar unterhält und dem man nicht viel Falsches vorwerfen kann.

9/10

 

 

Doctor Who wird 50 – Eine Liebeserklärung von Mertyr

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Breaking Bad gab es für 6 Jahre

How I Met your Mother läuft mittlerweilen seit 9 Jahren

Friends lief für 10 Jahre

Die Simpsons laufen seit 25 Jahren

Den Deutschen Tatort gibt es schon seit 43 Jahre

Farbfernsehen gibt es in Deutschland seit 46 Jahren

All diese Daten sollen verdeutlichen, warum folgender Satz so besonders ist:

Doctor Who feiert heute sein 50 jähriges Jubiläum.

Die am längsten laufende Fernsehserie weltweit flimmerte zum ersten Mal am 23.11.1963 über die Bildschirme der britischen Bevölkerung.(Und fast niemand hat sie aufgrund der Kennedy Ermordung gesehen, so dass die Produzentin Verity Lambert darum kämpfen musste, die erste Folge in der Woche darauf noch einmal auszustrahlen, um so keine Zuschauer zu verschrecken). Doctor Who ist so alt, dass bis heute noch knapp 100 Folgen als verschollen gelten, da man damals noch nicht glaubte, dass man die Folgen irgendwann nochmal gebrauchen könnte und es billiger war alte Aufzeichnungen zu überspielen anstatt neue Datenträger zu kaufen. Uns fehlen also mehr folgen als manch andere Serien überhaupt haben. Weiterlesen

Freitag der 13te – Eine Retrospektive von Mertyr 3/3

Jason-Voorhees

 

Teil 1

Teil 2

Jason goes to hell – Die Endabrechnung (1993)

Jason goes to hell

Wir haben den Tiefpunkt erreicht. Anders lässt es sich nicht sagen. Nachdem die Rechte für die Freitag der 13. Filme von Paramount zu New Line Cinema gewechselt sind brachten die gleich mal mehrere fragwürdige Entscheidungen in den Film ein. Zunächst einmal entschloss man sich dazu, den Film nicht mehr “Freitag der 13te” zu nennen. Mutige Entscheidung, aber anscheinend hatte sich der Name Jason wohl doch genug etabliert um niemanden zu verwirren. Zweitens beschloss man, dass das der letzte Film der Reihe werden sollte (mal wieder). Geglaubt hat das wohl damals schon keiner. Aber die schlimmste Entscheidung war wohl die, dass wir wieder keinen klassischen Jason Vorhees bekommen sollten. Während wir im 5en Film noch jemand anderes als Eishockeymaskenträger bekommen haben, wird hier der Spieß einfach umgedreht. Jason wird am Anfang des Films in die Luft gejagt und spukt dann als Geist weiter, der von anderen Leuten Besitz ergreift und durch diese seine blutige Tat verrichtet. Ganz schlechte Entscheidung. Dazu kommt noch eine ganz schlimme Story, die versucht Jasons Verhalten zu erklären und auch noch schnell den letzten Überlebenden der Vorhees Familie aus den Hut zaubert. Auch einer der besten Kills der Reihe und der kanz kurze Gastauftritt von Freddy Krüger (oder besser seines Armes) können diese Schnarchnummer eines Filmes nicht mehr retten.

Jason X (2001)

Jason X

8 Jahre mussten die Fans auf die Rückkehr von Jason Vorhees warten. Die Jungs bei New Line Cinema waren während der 2ten Häfte der 1990er damit beschäftigt, irgendwie den Crossover Film von Freddy und Jason zusammen zu basteln. Als sich herauskristallisierte, dass das wohl so schnell nichts wird, entschloss man sich doch noch einen weiteren Jason Film dazwischen zu schieben. Und was macht man, wenn man absolut keine Ideen mehr hat. Man erschafft ein Paralleluniversum. Haben wir ja alle schon bei Star Trek gelernt. Anscheinend hat sich die Idee eines Blümchen verteilenden Knuddeljasons aber irgendwie nicht durchsetzen können. Also, was haben wir noch? Zeitreisen. Die geh`n immer. Und da die Timeline der Freitag der 13ten Filme sowieso irgendwann aufgehört hat Sinn zu machen, versetze man den Film gleich so weit die Zukunft, dass wir die Handlung auch noch ins Weltall versetzen konnten. Ich glaube keiner währe wirklich überrascht gewesen, wenn der Film mit einer solchen Prämisse baden gegangen wäre. Aber nicht nur, dass der Film nicht nur nicht baden gegangen ist; irgendwie hat es die Filmcrew geschafft hier den Besten (sprich: unterhaltsamsten) Film der Reihe zu produzieren. Das liegt an mehreren Gründen. Zunächst mal funktioniert das Setting überraschenderweise, denn ein Raumschiff ist ja im Grunde auch in etwa das selbe wie ein Ferienlager. Zweitens nimmt sich der Film, ähnlich wie schon Teil 6, zu keinem Zeitpunkt wirklich ernst. Ich weiß nicht, wie die Dreharbeiten abgelaufen sind, aber eins kann ich mit ziemlicher Sicherheit sagen: Der Satz ” Das können wir nicht machen, dass ist dumm” ist auf diesem Filmset nicht gefallen. Der Kreativität sind in diesem Film also keine Grenzen gesetzt. Und das merkt man auch bei den Kills. Ein paar sehr denkwürdige werden uns hier aufgetischt, unter anderem der, für viele, beste Kill der Reihe. Ich könnte hier noch ewig weitermachen. Wichtig ist: Hier haben wir den besten Teil der Reihe.

 

Freddy vs. Jason (2003)

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Am Ende hat es wohl doch länger gedauert als man es erwartet hatte. Nachdem man schon 1993 die Andeutung gemacht hatte, trafen die beiden Horror Ikonen Jason Vorhees und Freddy Krüger 10 Jahre später endlich aufeinander. Die Suche nach einem passenden Skript soll etwas länger gedauert haben und auch hat man nicht sofort einen passenden Regisseur gefunden. Verständlich, musste man doch hier den Drahtseilakt leisten, keinen der beiden Charaktere unterlegen darzustellen um keine Fans zu verärgern (wobei ich mir nicht vorstellen kann, dass es wirklich Fans gibt, die nur eines der beiden Franchises mögen. Eher gibt es wohl Fans, die dem einen Charakter dem anderen vorziehen). Am Ende ist es ihnen aber dennoch gelungen. Freddy vs. Jason kann man ruhigen Gewissens als guten Film bezeichnen. Die Story macht soviel Sinn, wie eine Horrorstory nun mal machen kann und führt beide Charaktere logisch zusammen. Beide Horrorikonen bekommen genug Screentime und gute Szenen und der finale Showdown lässt sich einfach nur als episch bezeichnen, vor allem weil er sich die Zeit nimmt die er braucht. Als kleinen Kritikpunkt kann man vielleicht noch anmerken, dass gerade zum Finale hin Jason hier schon fast zu einem Good Guy verkommt und der Zuschauer zum Finale ganz klar auf seiner Seite stehen soll. Zum Abschluss noch eine nette Anekdote: Eigentlich war es geplant, dass sich Freddy und Jason in der letzten Szene des Films in der Hölle wiederfinden und dort von niemand anderem als Pinhead, aus den Hellraiser Filmen, begrüßt werden sollten. Letztendlich wurde leider nichts daraus. Auch überschlugen sich die Fans nach dem Release mit Ideen für ein Sequel: Freddy vs. Jason vs. Micheal (Myers), Freddy & Jason vs. Ash (aus den Evil Dead Filmen). Letztendlich ist auch daraus nichts geworden und die Remake Welle hat beide Franchises erwischt.

 

Freitag der 13te (2009)

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Über die Remake Flut, die aus dem Horrorgenre spätestens seit der 2ten Hälfte der 2000er Jahre nicht mehr wegzudenken ist, könnte man eigentlich einen komplett eigenen Artikel schreiben. Eine kleine Zusammenfassung: Nachdem die Produktionsschmiede von Michael Bay 2003 mit dem Remake von Texas Chainsaw Massacer überraschend viel Geld gemacht hat, entschlossen sich die Filmbosse dazu, jedes Franchise, dass irgendwie mal Profit abgeworfen hat, wieder hervorzuziehen und ein Remake zu drehen. Manche davon waren gut (Hills Have Eyes), andere sind viel diskutiert ( Rob Zombie’s Halloween 1+2) und wieder andere sind einfach nur schlecht ( A Nightmare on Elmstreet). Um nun zu entscheiden, zu welcher Kategorie das Remake von Freitag der 13te gehört, muss man sich etwas in den Kopf rufen, was ich am Anfang dieser Artikelreihe geschrieben habe: Meiner Meinung nach waren die Freitag der 13te Filme nie wirklich gute Filme. Anders als “Halloween”, “Texas Chainsaw Massacer” und “A Nightmare on Elmstreet” sehe ich keinen Film dieser Reihe als Meisterwerk an. Freitag der 13te ist für mich ein Spaß Film. Und deswegen funktioniert auch dieses Remake, meiner Meinung, weil es nie versucht ein ernsthafter Film zu werden. Blut und Brüste kommen hier in rauhen Mengen vor, die Story versucht nicht vielmehr zu sein als “Ein paar Teenager gehen campen” und die Effekte verzichten (Gottseidank!) weitestgehend auf irgendwelche Computertricks. Mehr brauche ich nicht um glücklich zu sein und deswegen bekommt auch dieses Remake von mir das Siegel: Unterhaltsam.

Freitag der 13. – Eine Retrospektive von Mertyr Teil 2/3

 

Teil 1 findet ihr hier

Freitag der 13. Teil 5 – Ein neuer Anfang (1985)

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Gerade mal ein Jahr mussten die Fans warten um, nach dem vermeintlichen letzten Teil der Serie, wieder einen Freitag der 13. Film im Kino zu sehen. Allerdings sah man sich noch nicht so weit Jason Vorhees wieder zu beleben. Damit den Fans die Umstellung auch nicht zu schwer fällt gibt es in diesem Film dennoch einen Mörder mit Eishockeymaske (auch wenn die ein paar sehr hässliche blaue Streifen besitzt) und Jason taucht zumindest in ein paar Traumsequenzen auf. Tommy Jarvis, der Junge, der Jason im letzten Teil umbringen durfte taucht auch wieder auf.Ich hab bis jetzt 2 Theorien gehört, warum der Film so große Änderungen vornahm. Die erste ist, dass man von nun an bei jedem neuen Film einem anderen Mörder die Identität von Jason geben wollte und so ein Mysteryelement in die Serie einzuführen. Die andere ist, dass man Tommy Jarvis von nun an die Eishockeymaske geben wollte. Letztendlich ist aus beiden Theorien nichts geworden. Leider lässt der Film nach dem starken 4ten Teil schon extrem nach. Der Film bietet keine denkwürdigen Szenen und durch das Fehlen von Jason Vorhees haben wir hier den wohl schlechtesten Teil der Reihe.

 

Freitag der 13. Teil 6 – Jason lebt (1985)

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Es wird wieder besser. Nach dem enttäuschenden 5ten Teil war der Wunsch der Fans klar: Jason muss wieder her. Und den bekamen sie dann auch. Und wie. Teil 6 gehört mit zu den besten Teilen der Reihe, weil er vor allem eins gemacht hat: Er nimmt sich zu keiner Sekunde ernst. Die Selbstironie in diesem Film wandelt schon nah an der Grenze zur Parodie. Allein schon das James Bondesque Opening legt den Ton für den Rest des Films fest. Und das funktioniert alles wunderbar. Die Filmemacher machen keinen Hehl mehr daraus, dass sie genau wissen, warum die Fans den Film ansehen. Es herrscht kein Zweifel daran, dass Jason hier die Hauptfigur ist (und nebenbei mittlerweile zum Zombie und damit fast unbesiegbar geworden ist) und alle anderen nur Nebendarsteller. So auch Tommy Jarvis, der schon zum dritten Teil wieder mitspielt und damit wohl den Franchise Rekord hält. Auf jeden Fall ein unterhaltsamer Film.

 

Freitag der 13. Teil 7 – Jason im Blutrausch (1988)

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Eigentlich war hier das erste Crossover des Franchises geplant gewesen. Nicht etwa mit Freddy Krüger oder Michael Meyers, sondern mit Carrie, von der Stephen King Verfilmung. Daraus geworden ist nichts, aber dafür haben wir in diesem Film mit Tina Shepard eine weibliche Gegenspielerin zu Jason mit telekinetischen Fähigkeiten. Mich hat die ganze Telekinetische Sache immer gestört, aber glücklicherweise haben die Fans hier dennoch einen guten Ableger der Reihe bekommen. Der Film besinnt sich wieder auf seine Wurzeln. Eine Gruppe von Jugendlichen ist wiedermal so blöd ein Wochenende am Crystsl Lake zu verbringen. Jason taucht auf und schickt einen nach dem anderen über den Jordan. Allerdings sind die Methoden, mit denen hier über den Jordan geschickt wird wohl die kreativsten der ganzen Serie. Leider musste fast jeder Kill bei der MPAA Federn lassen und die Szenen gelten bis heute als nicht wieder herstellbar. Außerdem wird Jason hier das erste Mal von Kane Hodder gespielt, den viele für den besten Jason Schauspieler halten. Ich persönlich erkenne nicht wirklich einen Unterschied zwischen den einzelnen Jason Darstellern und mir ist es eigentlich eher egal, wer Jason letztendlich spielt.

 

Freitag der 13. Teil 8 – Todesfalle Manhatten (1989)

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Eigentlich betreibt dieser Film einen heftigen Etikettenschwindel, den nur die allerletzte Szene spielt wirklich unverkennbar in Manhatten. Der größte Teil des Films versucht nicht mal die Illusion herzustellen, dass er in New York spielt. Stattdessen spielt er auf einem Kreuzfahrtschiff, das irgendwie den Seeweg von Crystal Lake nach New York gefunden hat. Aber auch sonst befindet sich der Film in einer seltsamen Position. Zwar sind die Kills kreativ, aber nicht so kreativ wie im Vorgänger. Der Film hat einen selbstironischen Ton, aber der ist nicht so stark wie in Teil 6. So haben wir einen Film, der zwar immer noch zu den besseren der Reihe zählt, aber leider das Pech hat nach 2 der stärksten Teile der Reihe zu kommen und so doch irgendwie enttäuscht.

 

Was passiert, wenn Jason Vorhees auf Freddy Krüger und Michael Bay trifft erfahrt ihr hier

Freitag der 13. – Eine Retrospektive von Mertyr Teil 1/3

Jason-Voorhees

Wer heute mal einen Blick auf den Kalender geworfen hat, dem ist es bestimmt schon aufgefallen: Heute ist mal wieder Freitag der 13. Der Unglückstag schlechthin. Warum gerade dieser Tag sich im Bewusstsein der Bevölkerung als Unglückstag festgesetzt hat weiß keiner so wirklich. Fakt ist, dass es an diesem Tag gehäuft zu Unglücken kommt (Berühmt z.B. Der “Schwarze Freitag” in den 1920 Jahren, oder zuletzt die Havarie der Costa Concordia).

 

Da wir uns hier aber auf einer Film-Website (u.a.) befinden, hat Freitag der 13te für uns noch eine ganz andere Bedeutung. Freitag der 13. ist auch der Name der am längsten laufenden Horrofilmreihe (sieht man mal von den Dracula- und Frankenstein-Filmen ab). Und da ich aus Mangel an Alternativen wohl sowas wie der Horrofilmexperte dieser Website bin, fühle ich mich verpflichtet an diesem speziellen Tag etwas über diese besondere Filmreihe zu schreiben.

 

Für mich persönlich ist die Freitag der 13.-Reihe, nach der Saw-Reihe, die beste Horrorfilmserie. Nicht etwa, weil sie besonders gut ist, nein. Keiner der Freitag der 13. Filme kommt an den ersten Halloween oder den 3ten Nightmare on Elmstreet ran. Aber dafür hat Jason Vorhees seinen Kollegen Michael Meyers und Freddy Krüger eines voraus: Die Freitag der 13ten Filme haben die geringste Qualitätsschwankung. Wie gesagt, keiner der Filme ist wirklich gut, aber auch keiner ist wirklich schlecht. Ein Freitag der 13te Film ist für mich ein Paradebeispiel für einen Hirn-aus-Film. Eigentlich braucht man in so einem Film nur zwei Dinge: Viel Blut und viele Brüste. Deswegen kann ich diesen Filmen leichter verzeihen als anderen. Aber genug über die Reihe im Allgemeinen. Ich werde mich jetzt im Einzelnen durch jeden Film arbeiten und meine Meinung dazu aufschreiben. Auf eine klassische X\10 Wertung verzichte ich in diesem Fall, wenn ihr wissen sollt, was ich von dem Film halte, dann könnt ihr auch ruhig ein paar Sätze lesen 😉

 

Freitag der 13. (1980)

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Eigentlich war der erste Freitag der 13. nur als Scherz gedacht. Nachdem Halloween 1978 eingeschlagen ist wie eine Bombe, hat Sean S. Cunningham ein Poster entwerfen lassen, für das er nicht mehr hatte als einen Titel und eine Tagline: “The scariest movie you will ever see”. Überraschenderweise konnte er trotz so wenig Material trotzdem einen Käufer finden und sah sich nun mit der Aufgabe konfrontiert, einen kompletten Film zu drehen. Was dabei herausgekommen ist lässt sich am besten als Psycho-Kopie mit mehr Blut beschreiben. Nicht nur das frühzeitige Töten der vermeintlichen Hauptfigur sondern auch das starke Mutter-Thema erinnern schon sehr an Psycho. Tom Savini liefert als Special Effects- und Make Up-Meister wieder Höchstleistungen ab und verfestigt seinen Status als Genre-Ikone. Und Kevin Bacon feiert seinen Einstand als Schauspieler. Leider ist der Film nicht sehr gut gealtert. Zwar weiß die Atmosphäre immer noch zu überzeugen, aber der ganze Film nicht sich doch sehr ernst und die Kills sind im Vergleich zu den nachfolgenden Filmen noch relativ harmlos. Außerdem fehlt hier noch schmerzlich der Auftritt von Jason Vorhees, den wie wir in Scream gelernt haben ist hier noch seine Mutter die Mörderin. Kann man sich dennoch mal anschauen, schon allein aus Filmhistorischem Interesse, aber einen zeitlosen Klassiker braucht man nicht zu erwarten.

 

Freitag der 13te – Jason kehrt zurück (1981)

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Nachdem man mit dem ersten Teil einen großen finanziellen Erfolg feiern konnte und endgültig die Slasherwelle der 80er Jahre losgetreten hatte lies eine Fortsetzung nicht lange auf sich warten. Da man Mrs Vorhees aufgrund der Ereignisse des ersten Films nicht mehr als Killer benutzen konnte entschloss man sich dazu, einen kleinen Zeitsprung hinzulegen und Jason Vorhees als Killer einzusetzen. Allerdings tritt er auch in diesem Film noch nicht mit seiner ikonischen Eishockeymaske auf, sondern hat noch einen Sack über dem Kopf. Leider hat der Film überhaupt nichts interessantes zu bieten. Nur ein Kill bleibt einem wirklich in Erinnerung und gerade das Ende zieht sich doch ziemlich und ist auch nicht sonderlich spannend. Wenn man sich den 2ten Teil nicht ansieht hat man auch nichts verpasst.

 

Und wieder ist Freitag der 13te (1982)

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Wer dachte, dass jährliche Sequels eine Erfindung der Neuzeit wäre, wird hier eines Besseren belehrt. Nur 2 Jahre nach dem ersten Teil kam auch schon der dritte in die Kinos. Und noch eine Errungenschaft des modernen Kinos wird uns hier präsentiert. Der ganze Film ist zum ersten (und auch einzigen) Mal in der Reihe als 3D-Film herausgebracht worden. Mit diesem neuerlichen Gimmick wollte man wohl mehr Zuschauer in die Kinosäle locken und sich so von der bereits vielfältigen Slasher-Konkurrenz abheben. Leider bietet der Film ansonsten auch nicht sehr viel Schauwert. Und der 3D-Effekt wirkt heutzutage einfach nur noch lächerlich, da man sich viel zu sehr auf den “Dinge die auf den Zuschauer zufliegen” Effekt konzentriert hat. Jason bekommt endlich seine Maske und leider wissen wir heute nicht mehr, warum man ihm überhaupt eine Eishockeymaske gegeben hat, da mittlerweile jeder, der an dem Film mitgearbeitet hat behauptet, auf die Idee des ikonischen Accessoire gekommen zu sein. Ich bin leider nicht dazu gekommen mir in der Vorbereitung für diesen Artikel nochmal alle Filme anzuschauen ( Es sind immerhin 12 Stück und ich hab auch noch ein Privatleben/Studium) und deshalb muss ich zugeben, dass mir von diesem Film am wenigsten im Kopf geblieben ist. Das sagt aber meiner Meinung nach auch schon einiges über ihn aus.

 

Freitag der 13. Teil 4 – Das letzte Kapitel

Friday the 13th part 4

Teil 4 ist der erste Teil in der Serie, den ich wirklich als gut bezeichnen würde. Zumindest ist er einer meiner Favoriten. Und warum auch nicht. Nicht nur, dass er zu den blutigsten der Serie zählt, er ist auch der mit den meisten Nacktszenen. Eigentlich war es der Plan von Paramount, das Franchise nach diesem Teil zu beenden, deswegen auch der Titel (Heutzutage eher lächerlich, wenn man bedenkt, dass wir uns immer noch im ersten drittel der Filmreihe befinden). Das Slasher Genre, und auch Freitag der 13. als “Leading Franchise”, mussten mittlerweilesehr viel Kritik aufgrund ihrer Gewaltdarstellungen einstecken (und angeblich waren sie auch noch Frauenverachtend, usw.). Da Paramount nicht soviel negative Presse einstecken wollte beschloss man sich, Jason Vorhees in den Ruhestand zu schicken. Und damit das auch stilecht passierte holte man Tom Savini wieder ins Boot. Und das merkt man dem Film auch sofort an. Die Kills sind kreativ und die Makeup Effekte überzeugen noch heute. Wie bereits gesagt, von mir gibt es für den Film eine klare Empfehlung.

 

Und wie es mit den Franchise ohne Jason weitergeht erfahrt ihr hier

Ben Affleck ist Batman – Ein Kommentar von mertyr

Affleck Batman

Bruce Wayne wird im Sequel zu Zack Snyders “Man of Steel” von Ben Affleck gespielt!

BÄM!

Diese News galt es heute morgen nach dem aufstehen erstmal zu verdauen. Wenn ich sagen würde, dass mich diese Meldung überrascht hat, wäre das eine gewaltige Untertreibung. Da ich es zuerst im Facebookfeed von Kevin Smith gelesen habe, dachte ich sogar zuerst, es handle sich um einen Scherz. Aber nach dem ansurfen mehrerer Newsseiten musste ich der Realität ins Auge blicken: Wir leben jetzt in einer Welt, in der Ben Affleck Batman spielt. Was abzusehen war, waren die Reaktionen der “Fans” auf Twitter und anderen online Plattformen. Zusammenfassend kann man hier wohl sagen, dass ein Großteil der Leute nicht sehr zufrieden mit dieser Entscheidung sind. Ist ja auch nicht verwunderlich, schließlich kennen die meisten Ben Affleck fast nur aus der “Bennifer” Zeit (in der er mit Jennifer Lopez verheiratet war, für unsere jüngeren Leser) und sofort kommt einem die unglaublich schlechte Verfilmung von “Daredevil” in den Sinn (der wohl im Directors Cut einigermaßen gerettet wird, den hab ich aber leider noch nicht gesehen).

Was sind also meine persönlichen Gedanken zu dem Thema? Ganz ehrlich: Ich stehe der ganzen Sache eher positiv als negativ gegenüber. Ich persönlich mag Ben Affleck. Kevin Smith ist mein Lieblingsregisseur und so kam ich auch in den Kontakt mit dem “Frühwerk” von Ben Affleck. Und man kann nicht abstreiten, dass “Dogma”, “Chasing Amy” und “Good Will Hunting” gute Filme sind. Zwar verstehe ich von Schauspielerei nicht viel, aber zumindest ist mir seine schauspielerische Leistung in diesen drei Filmen nicht negativ aufgefallen und in allen dreien spielt er unterschiedliche Rollen. Also ich bin schon der Überzeugung, dass Ben Affleck schauspielern kann.

Natürlich war die “Bennifer”-Zeit schon sehr schlimm. Auch ich habe Ben Affleck so kennen gelernt und er war mir am Anfang unsympathisch. Mittlerweile glaube ich allerdings, dass das hauptsächlich der negative Einfluss von Jennifer Lopez war. Außerdem hat sich Ben Affleck in den letzten Jahren rehabilitiert und mit “The Town” und “Argo” zwei sehr gute Filme abgeliefert, bei denen er sowohl als Regieseur als auch als Hauptdarsteller eine gute Leistung abgeliefert hatte. Leider haben beide Filme nicht wirklich viele Leute gesehen, obwohl letzterer einen Oscar als bester Film erhalten hat.

Aber ich bin nicht der einzige, der Ben Affleck in Schutz nimmt. Ein paar wenige verweisen schon jetzt auf Heath Ledger und Micheal Keaton, die bei der Bekanntgabe ihres Castings auch als totale Fehlbesetzung eingestuft wurden. Diese Verteidigung halte ich für etwas schwach, denn für jeden Heath Ledger als Joker kann man einen George Clooney als Batman oder einen Jim Carrey als Riddler hervorziehen.

Fakt ist, Ben Affleck wird nicht mit Christian Bale konkurrieren können. Und ich hoffe inständig, dass die Filmcrew das auch nicht versucht. Ich hätte gerne einen Batman, der sich von dem aus den Nolan Filmen unterscheidet. Einen Batman, der vielleicht nicht ganz so dunkel ist und auf biegen und brechen versucht realistisch zu sein. Einen Batman, der mehr wie eine Comicfigur wirkt. Das Problem hierbei: Das von Zack Snyder geschaffene Universum des ersten “Man of Steel” Films (den ich übrigens nicht so gut fand) passt thematisch viel mehr zu einem dunklen Batman. Und da sehe ich eher das Hauptproblem: Das Universum zwingt quasi dazu, einen Batman zu haben, der sich automatisch mit dem Bale-Batman vergleichen lassen muss. Das ist allerdings nicht Ben Afflecks Schuld, sondern die Schuld der Filmemacher. Dummerweise wird man ihm aber wohl die Schuld dafür geben.